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27.11.2025
07:42 Uhr
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Für seinen "Boss" reist Cristiano Ronaldo auch mal eben zu Donald Trump. Sport ist längst eine Fortsetzung von Politik. Gut möglich, dass sich alle drei bald wiedersehen.

Nun, ich weiß nicht, was Cristiano Ronaldo, Donald Trump und Mohammed bin Salman vergangene Woche in Washington miteinander geredet haben. Aber der Anblick der Drei im Weißen Haus war eine interessante Momentaufnahme des Sports als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Beginnen wir mit dem saudischen Kronprinzen, kurz MBS genannt. Er ist der faktische Machthaber des Königreichs, das er gerade einer fulminanten wirtschaftlichen und sozialen Transformation unterzieht. Noch lebt das Land überwiegend von seinen Öleinnahmen, aber die werden nicht ewig fließen. Also lässt MBS Milliarden Dollar in Tourismus, grüne Energien, Dienstleistung und Sport investieren. Allein zwischen 2021 und 2023 hat Saudi-Arabien nach Angaben von Sebastian Sons, einem ausgewiesenen Experten für die Golfmonarchien, über sechs Milliarden Dollar in über 900 Sponsorenverträge investiert. Neben Ronaldo hat das Königreich auch den Premier-League-Club Newcastle United eingekauft und wird – vorläufiges Highlight – die Fußball-WM 2034 ausrichten.